Geschichte des Vereins
Der Deutsche Scherenschnittverein existiert
jetzt, 2006, länger als 10 Jahre, und er kann auf eine erfolgreiche
Arbeit zurückblicken.
Die Zahl der Mitglieder liegt stabil bei
350 und die Zu- und Abgänge des Mitgliederbestandes halten sich die
Wage. Die Mitglieder der American Guild of Papercutters zeigen ein zunehmendes
Interesse an der Mitgliedschaft im deutschen Verein, und es findet inzwischen
ein reger Austausch statt, nicht nur von Arbeiten und Ideen, sondern auch
durch persönliche Begegnungen.
Bei der Mitgliederversammlung 2002 in Sebnitz
wurde Dr. Seeliger zum 1. Vorsitzenden, Prof. Klug zum 2. Vorsitzenden
gewählt. Hartmut Klug ist Scherenschneider und Musiker. Eines seiner
Hauptanliegen ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sie sichert
das Fortbestehen der Scherenschnitt-Tradition.
2005 fand anläßlich der Mitgliederversammlung
in Weilburg an der Lahn die 3. Gemeinschaftsausstellung des Deutschen Scherenschnittvereins
statt, 40 Scherenschneiderinnen und –schneider haben sich daran beteiligt.
Diese Ausstellung wanderte zunächst nach Berlin und 2006 in das Scherenschnittstudio
von Karin Dütz in Nürnberg.
Für diese Ausstellung hat Dr. Seeliger
einen Katalog zusammengestellt, der als Band 7 der Holzmindener Papeterie
im Verlag Jörg Mitzkat erschienen ist. Sein Titel „Schwarz Weiß
Farbe“ weist auf die zunehmend farbigen Arbeiten der Scherenschneider hin.
Seit 2002 erscheinen jährlich zwei
Hefte „Schwarz Auf Weiß“. Die Mitglieder erhielten zusätzlich
zu den beiden Heften den Ausstellungskatalog als Jahresgabe für das
Jahr 2004. Gleichzeitig mit dem Katalog wurde die Jahresgabe 2005 verschickt:
„Zitronenfalter im April, Scherenschnitt zu Gedichten von Eduard Mörike“,
Holzmindener Papeterie, 8.
In diesem von Ursula Kirchner initiierten
Projekt („Worte werden Bilder“) sind die Scherenschnitte von 16 Mitgliedern
zu von ihnen gewählten Möriketexten abgebildet; es ist ein exemplarischer
Querschnitt zeitgenössischer Illustrationen.
In „Schwarz Auf Weiß“, das von Christa
Weber redigiert wird, erscheinen außer den Vereinsmitteilungen, Buch-
und Ausstellungsbesprechungen vor allem Artikel über historische und
zeitgenössische Scherenschnittkünstler, sowie Beiträge
zu speziellen Themen des Scherenschnitts. Der Scherenschnittverein will
damit dokumentieren, daß der Scherenschnitt nicht nur kulturgeschichtlich
eine bedeutsame Rolle gespielt hat, sondern auch eine interessante und
wichtige Technik der zeitgenössischen Kunst ist.
Das Heft SAW 31 soll zum einen bei
Anfängern die Neugier und die Lust auf den Scherenschnitt wecken und
zum anderen als Anregung für die ersten Schritte in dieser Kunstform
dienen.
Wir wenden uns daher an Pädagogen,
die in Kindergärten und Schulen arbeiten. In diesem Heft berichten
Mitglieder, wie sie schon in ihrer Jugend vom Scherenschnitt begeistert
wurden. Wir zeigen beispielhafte Auszüge aus alten Scherenschnitt-Lehrbüchern,
die – trotz zeitbedingter Besonderheiten – uns auch heute noch wertvolle
Anregungen geben können.
Der Scherenschnitt ist eine Kunstform,
die mit einfachen Mitteln vielseitige Ausdrucksmöglichkeiten bietet.
Das notwendige handwerkliche Geschick müssen sich Scherenschneider,
ähnlich wie Maler, Grafiker oder Bildhauer, in der Praxis nach und
nach erarbeiten. Auch dazu wollen wir Anstöße geben.
Wenn Sie Interesse an dieser Ausgabe
haben, dann können Sie das Heft bei der
Redaktion
Christa Weber
Marktplatz 33
84140 Gangkofen
Tl.: 08722/9699160 oder
Per e-Mail weber.christa@online.de
bestellen. Wir senden es Ihnen kostenlos
und portofrei zu.
Chronologische Reihenfolge der / des 1. Vorsitzenden
| Zeitraum | Name | Bild |
| Aug. 1995 - Sept. 1996 | Jürgen Willersinn |
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| Sept. 1996 - Feb. 1998 | Claus Weber |
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| Feb. 1998 - 2002 | Berta von Böventer |
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| 2002 - März 2007 | Dr. Matthias Seeliger |
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| seit März 2007 | Erich Kaiß |
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